Industriedenkmal

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Zur Geschichte der Industriedenkmalpflege

Autoren: 

Norbert Tempel
Bildurheberrechte: Norbert Tempel

Objekte des Industriezeitalters finden seit etwa 100 Jahren das Interesse von Wissenschaftlern und Heimatschützern. Auch die Umnutzung von Industriebauten hat bereits lange Tradition: so zog das Bochumer Bergbaumuseum in den 1930er Jahren in den früheren städtischen Schlachthof. Zum Ausgangspunkt der großmaßstäblichen Industriedenkmalpflege in Deutschland wurde 1969 die Rettung der Dortmunder Zeche Zollern 2/4, die seit 1979 zur Zentrale des Westfälischen Industriemuseums (heute: LWL-Industriemuseum) mit acht Standorten in Westfalen ausgebaut wurde.

Allgemein zugängliche Beiträge zur Geschichte der Industriedenkmalpflege finden sich u.a. im Buch von Axel Föhl: Bauten der Industrie und Technik in Nordrhein-Westfalen, Berlin 2000, sowie in komprimierter Form auf der website der Stiftung Industriedenkmalpflege.

Während sich im angelsächsischen Raum seit den 1950er Jahren für die Erforschung und Dokumentation von Zeugnissen des Industriezeitalters der Begriff "Industrial Archeology" (Industriearchäologie) durchsetzte, wird im deutschsprachigen Raum spätestens seit den 1990er Jahren der weiter gefasste Begriff "Industriekultur" bevorzugt. Ein Beitrag von Hermann Glaser zur "Entdeckung der Industriekultur" wurde in der Zeitschrift Industriekultur, Ausgabe 3.2017 publiziert.

Auch in Deutschland werden einschlägige Studiengänge an der TU Bergakademie Freiberg angeboten: ein Bachelorstudium Industriearchäologie und ein Masterprogramm Industriekultur.

Waren es früher vorwiegend Ingenieure, die sich mit der Technikgeschichte und ihren Zeugnissen befassten, sind heute viele Disziplinen auf diese Themen eingestiegen: Bau- und Architekturhistoriker (s.a. Studiengänge zur Denkmalpflege und World Heritage Studies), Wirtschafts-, Sozial- und Technikhistoriker, Archäologen, Geografen und Stadt- bzw. Raumplaner.

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